Archiv der Kategorie 'Unterwegs'

300.000 SURFBRETTER

So schnell kann es gehen – oder so langsam ist dieser Blog. Israel habe ich erst einmal wieder verlassen. Beim Versuch in Deutschland wieder einzureisen, wurde mir mitgeteilt, dass ich seit einem halben Jahr mit internationalem Haftbefehl gesucht werde. Hätte ich die Krankenkassenbeiträge vielleicht doch weiter zahlen sollen? Vielleicht hätte ich mir auch genauer anschauen sollen, an wen ich meine Wohnung in Hamburg vermiete.

Da hat doch glatt jemand ohne mein Wissen 300.000 Surfbretter bei einem Versand auf Hawaii bestellt und sich an meine Adresse schicken lassen. Aufgeflogen ist die Sache erst, als sich der Bürgermeister von Honolulu persönlich bei Angela Merkel für die großartige Wirtschaftshilfe in diesen schwierigen Zeiten bedanken wollte. Ich frage mich ja: Wie gehen dreihunderttausend Surfbretter in meine Wohnung? Jedenfalls kam so im August die Polizei und hat die Dinger beschlagnahmt. Davon da an der Seite ein Foto. weiterlesen ‘300.000 SURFBRETTER’

שלום!

Tel Aviv

Tel Aviv

Es gibt folgendes mitzuteilen:

1) Schweden ist nicht mehr, Hamburg war auch gestern. Jetzt sitze ich auf meinem Balkon in Tel Aviv, habe meinen Blog ein wenig aufgeräumt und werde in der nächsten Zeit mal wieder was schreiben.

2) Wasserstandsmeldungen gibt es erstmal nicht mehr, denn hier steht allen das Wasser natürlich immer bis zum Hals. Versteht sich ja von selbst. Was ich die letzten Monate so getrieben habe, kann man übrigens hier nachlesen. Und hier.  Außerdem hier.

3) Am 24. Juni bist Du als Leser dieses Blogs sehr herzlich ins Goethe-Institut Tel Aviv eingeladen, da werde ich ein paar Texte vorlesen. Und Kekse verteilen. Nähere Informationen hier.

4) Ich habe ein Problem. Das hat meinen Namen – und zwar auch noch in der exakt gleichen Schreibweise (mit k und h), nennt sich „Freier Journalist und Autor“ und hat eine Internetseite. Mittlerweile ist dieses Problem in der Google-Suche nach meinem Namen an Platz Nr.1 und, was soll ich sagen, ich musste etwas tun. Darum hat mein Blog jetzt einen anderen Namen, nämlich meinen. Also fleißig diesen Blog hier anklicken, damit das mit der Google-Rangliste sich ändert und so…

Ansonsten erstmal Schalom.

DER KAFFEEPAUSENTERMINATOR

www.gt.seEin Wochenende Paris – und ich habe nicht viel mehr von der Stadt gesehen als das, was sich vor dem Fenster des Konferenzsaales abspielte. Aber ein großer Spaß wurde es trotzdem. Abraham Staifo aus Göteborg (Bild links) hat eine Kolumne in der schwedischen Tageszeitung City darüber geschrieben, ich habe sie schnell mal übersetzt, bevor sie morgen früh erscheint. Der „Deutsche“ über den Abraham da spricht, bin übrigens tatsächlich ich. Wer Schwedisch kann, klickt hier. Ansonsten – here we go: // weiterlesen ‘DER KAFFEEPAUSENTERMINATOR’

‘THE BRAIN OF THE BEAST’

Teil 1 der NEW YORK BITES-Geschichten. // Obendrauf wird die Luft halt doch recht dünne: Ein paar Wölkchen wehen um das Empire State Building, die Küste von Long Island liegt in einer grau-beschen Demse, aber es tut gut, ein paar Mal auf der Plattform um den Turm zu laufen, so nach zwei Stunden anstehen, kontrolliert werden, wieder anstehen, Aufzug fahren. Auf der Nordseite gucke ich uptown.gifan den Uptown-Türmen vorbei Richtung Central Park. Neben mir steht ein anderer Deutscher, putzt seine Brille mit einem karierten Tuch, schaut durch, setzt sie wieder auf. Dann brummt er ein wenig, und sagt: „Wahnsinn, das ist doch der akkumulierte Wahnsinn.“
weiterlesen ‘‘THE BRAIN OF THE BEAST’’

NEW YORK BITES

bigapple.jpgAls ich sechzehn war und wir alle ziemlich links, gehörte es zum guten Ton, die USA nicht zu mögen. „Da will ich eh nicht hin“; „Was soll ich denn da?“; „Da gibt es doch nur Big Macs und fette Leute und kaum Demokratie“ hieß es dann. Amerikaner hielten Paris für die Hauptstadt von Rom und würden denken, alle Deutschen seien immer noch Nazis, sekundierten gerne etwas ältere Schüler in der Raucher-Pause auf dem Schulhof. Oder Harald Schmidt abends im Fernsehen.
Wir grölten mit bei „Yankees raus!“ von Slime und es gab viele T-Shirts, auf denen „Fuck the U$A“ stand, oder so etwas.

Nun, ein paar Jahre später, musste ich quasi in den sauren Apfel beißen und hinfahren – in die USA, nach NEW YORK, das erste Mal raus aus Europa, über das große Wasser, zu den gelben Taxis, nach Manhattan, zu den Amis, den Bösen. Ich möchte dir davon erzählen, in drei oder mehr losen Teilen, mit Bildern und so.

1. Teil: ‘The brain of the beast’
2. Teil: „Wenn man NEW YORK nicht richtig filmt,
sieht es aus wie Castrop-Rauxel“
3. Teil: On the run