RONALD WAR DA

Er wollte nach Finnland. Samstag Morgen sind wir aufgebrochen, mit einer kleinen Kamera im Gepäck. Wir sind Schiff gefahren, Richtung Osten, auf die Ostsee hinaus. Irgendwann hat Ronald gemerkt, dass ich ihn gelinkt habe. Aber seh’ selbst – der Tagesverlauf im Einzelnen:

pict1524.JPG9:00 Uhr
Unser Schiff hat Stockholm verlassen und schwankt durch die Schären. Wir haben ein Netz an der Backbordseite ausgeworfen und sammeln Eis für unseren Gin-Tonic (das Netz kann man leider auf dem Foto nicht sehen).

 

pict1566.JPG

 

9:30 Uhr
Ein gesundes und ausführliches Frühstück hilft gut in den Tag hinein. Ronald meint, dass Schiff sei ungewöhnlich klein für die lange Strecke.

 

pict1528.JPG

10:00 Uhr
Zu klein? Na, was denn? Und warum wir anlegen? Und warum alle von Bord gehen? Sind wir schon in Finnland? Oder hat das Boot einen Motorschaden?

pict1530.JPG

10:02 Uhr
Immerhin steht hier eine Telefonzelle am Anleger. „Rikstelefon“ steht drauf. O.k., wir sind wohl noch nicht in Finnland. Ronald ist sauer. Ich tue so, als ob ich die Reederei anrufe, um mich zu beschweren. In Wirklichkeit will ich einen Tisch im Insel-Café reservieren. Das Telefon funktioniert aber nur im Sommer. Seit Anfang Dezember sind hier die Leitungen eingefroren. Schade.

 

pict1532.JPG

10:30 Uhr
Ronald ist in beeindruckend-besinnungsloser Geschwindigkeit zur Ostküste der Insel (Sandhamn heißt sie in echt) gelaufen. Er sagt: „Wir sind gar nicht in Finnland und das da hinten ist weder Turku noch Helsinki. Sondern der Stöpsel durch den Gott jeden Sonntag Luft in den Erdball bläst (links im Bild). Aber schön, den auch mal gesehen zu haben“. Ich fühle mich ertappt. //
Das Wasser steigt.
Fortsetzung folgt.

0 Antworten zu „RONALD WAR DA“



  1. Noch keine Kommentare

Eine Antwort schreiben

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.